Die ARD-Themenwoche ist nun gut einen Monat her, aber ein Blick zurück lohnt sich. Denn auch das Ehrenamt im ambulanten Kinderhospizdienst fand dort seinen Platz, genauer: beim WDR. Es geht dabei um den Kinderhospizdienst in Unna. Gleich zum Anfang des Beitrags stellt die Statistik eine wichtige Zahl heraus:
"Warum sind im gesamten Kreis Unna nur 0,007 Prozent aller Einwohner bereit, sich ehrenamtlich beim ambulanten Kinderhospizdienst zu engagieren?" “Könnt’ ich nicht” stimmt so nicht. http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=5767#more-5767. 16.06.09
Zu wenige, um wirklich eine gute Arbeit zu leisten. Warum dies so ist, ist sicherlich auch vielschichtig. Einmal ist es vielleicht das Thema rund um das lebensverkürzt oder schwer kranke Kind. Eine anderer Punkt ist die Bereitschaft der Bevölkerung für das Ehrenamt an sich. "Könnt ich nicht." so wird eine Aussage in dem Blogbeitrag zitiert als Nein zum Ehrenamt im Kinderhospizdienst.
"Könnt ich nicht" - Eine Aussage, die mir selbst auch immer im Berufsleben als Krankenpfleger entgegen kam, sogar von den eigenen Patienten. Warum kann man es nicht? Bei der Suche nach einer Antwort landete ich immer an den Punkt: Die Arbeit trägt etwas nicht vorstellbares mit sich oder etwas, was man sich nicht vorstellen möchte. Niemand wird sicherlich gerne davon träumen, schwer kranke Menschen zu begleiten und dazu noch Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kinder. Also ein Image-Problem, eben weil man sich kein Bild im Kopf "ausmalen" kann? Vielleicht, dabei kann man in diesem Ehrenamt viel gewinnen für sein eigenes Leben. Die Arbeit fordert und schafft ein Bewusstsein für die Frage: Was ist mir wichtig im Leben? Es kann einen aber auch dahin lenken, ob man sich auf dem richtigen Weg befindet im Leben. Zumindest ging es mir so bei der Arbeit und es schaffte ein starkes Gefühl, wenn man Menschen mit durch ein Tal begleitet hat. Etwas, wonach ich mir nicht vorstellen kann, dass es dies woanders gibt.
Kommentare
Gast (nicht überprüft)
7. Juli 2009 - 16:05
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Vielleicht haben wir in
Vielleicht haben wir in Hamburg etwas mehr Glück, dass hier mehr Menschen leben und wir daher viele Ehrenamtliche habe.
Leider haben wir oft obigen Tenor von der Bevölkerung, die
eben sagt, dass sie mit diesem Thema nicht konfrontiert werden möchte - schade eigentlich.
Herzliche Grüße aus Hamburg
Ester Peter
KinderLeben e.V.
Tages-Kinderhospiz Hamburg
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